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Jarosław Kozakiewicz – BRUG

Zwei Gesichter begegnen einander auf dem Wasser. Sie schaffen einen Ort wo neue - manchmal unerwartete - Begegnungen stattfinden.

Groenerei
free

Installation

BRUG

Mit den vielen Brücken, die die Kanäle im Stadtzentrum überspannen und Nachbarschaften miteinander verbinden, ist BRUG von Jarosław Kozakiewicz eine zeitgemäße Interpretation mit einer anderen Funktion. Anstelle von Ziegeln und Kopfsteinpflaster verwendet der Künstler Metallprofile und Leinwand, um eine Brücke zu schaffen, auf der man von einer Seite des Kanals zur anderen gehen kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie Ihre Reise einfach fortsetzen können. Die Brücke bringt Sie näher an die Figur des Niobe von Constant Permeke, an einen Ort, an dem Sie kurz innehalten können, aber dann Ihre Schritte zurückverfolgen müssen: Die Installation ist ein Ort der Begegnung, ein alternativer Ort, um Wege zu kreuzen und sogar ein Gespräch zu beginnen. Der Entwurf der Struktur basiert auf einem proportionalen System, bei dem jeder Schnittpunkt zweier Linien auf einen Punkt auf einem menschlichen Gesicht zeigt. Jede Ecke, jede Verbindung ist eine Momentaufnahme einer Bewegung: zwei Gesichter nähern sich einander - eine geometrische Metapher sowohl für eine gegenseitige Begegnung zweier Menschen als auch für eine Begegnung zwischen Zukunft und Vergangenheit. Das Projekt basiert auf der Suche nach neuen skulpturalen und para-architektonischen Formen durch Manipulation eines Moduls, das durch die Verbindung der Öffnungen des menschlichen Kopfes entsteht. Körperöffnungen sind eine Metapher für "das Innenleben", sie stellen den Einstieg in die Welt der persönlichen Erfahrung dar. Die Grenzen/Passagen sind sowohl erste als auch letzte Momente der gegenseitigen Begegnung.

Bio

Jarosław Kozakiewicz

Jarosław Kozakiewicz (1961, Białystok, Polen) studierte Bildhauerei an der Akademie der Schönen Künste in Warschau, wo er 1989 seinen Abschluss machte und derzeit unterrichtet. Er kombinierte seine Studien mit einer Ausbildung an der Cooper Union for the Advancement of Science and Art in New York. Er promovierte in 1997 in Kunst. Im Jahr 2004 erhielt seine Arbeit den Award of the Critics’ Association Pokaz. Sechs Jahre später vertrat er Polen bei der 10. Internationalen Architekturbiennale in Venedig.

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