©Matthias Desmet
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Monir Shahroudy Farmanfarmaian - Khayyam Fountain

Die iranische Künstlerin bringt eine Phantasie der idealen Stadt. Der Turm, aus wiederholten, geometrischen Kristallstrukturen aufgebaut, auf Motive aus mystischen Sufismus inspiriert, spiegelt unsere Ideen und Träume für eine neue Gesellschaft wider.

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Die Installation

Khayyam Fountain of Life

In Khayyam Fountain vereint Monir Shahroudy Farmanfarmaian unterschiedliche Aspekte ihrer vom mystischen Sufismus inspirierten künstlerischen Ausdruckssprache. Die geometrischen Muster werden als mehrschichtige Objekte zu einem gläsernen Springbrunnen aufgeschichtet. Die drei-, vier- und sogar acht- bis neuneckigen Formen sind gegeneinander gedreht und bilden so eine hohe skulpturenartige Installation. Jedes Einzelelement hat eine Bedeutung, so steht beispielsweise das Dreieck für den Menschen. Aus vier Punkten auf einer Kreislinie kann man ein Quadrat zeichnen, dessen Ecken auf die vier Windrichtungen verweisen; die Seiten eines Fünfecks können für die fünf Sinne stehen, und die Eckpunkte eines Sechsecks symbolisieren Tugenden. Inspiriert von Spiegelmosaiken und Glasmalereien in alten Palästen und Tempeln Irans nutzt die Künstlerin Licht und Glas für ein fantastisches Spiel der Spiegelungen, wobei das Wasser zum Symbol für die Klarheit des Lebens wird.

bio

Monir Shahroudy Farmanfarmaian

Monir Shahroudy Farmanfarmaian (1924, Qazvin) wird als “eine der inspirierendsten und innovativsten Künstlerinnen Irans” beschrieben. Obwohl sie länger in New York gelebt hat als in ihrer Heimat, ist ihre Arbeit tief in der iranischen Kultur, Architektur und Tradition verwurzelt. Ihre Arbeit ist geprägt von geometrischen Figuren und ihren Variationen, dem visuellen Spiel von Illusion und Aussehen, lokalen Traditionen und der Einfachheit und Komplexität der Natur. Nach einem 20-jährigen Exil nach der Islamischen Revolution kehrte Farmanfarmaian 1992 in den Iran zurück wo Sie lebt und arbeitet. Monir erhielt mit ihrer Arbeit in 1958 die Goldmedaille für den Iran Pavillon auf der Biennale von Venedig. Sie ist mit ihrer Kunst in der Louis Vuitton Stiftung, Paris, dem Guggenheim Abu Dhabi, Tate Modern, London, Teheran Museum für zeitgenössische Kunst, Teheran, das Metropolitan Museum of Art, New York und die Sharjah Art Foundation, Sharjah. In Belgien war Sie in 2013 in einer Duo-Ausstellung mit Werk von Jef Geys in Wiels in Brüssel zu sehen, im Stiftung “De 11 lijnen” Oudenburg im Jahr 2014 und Villa Empain Foundation Boghossian im Jahr 2015.