©Iwan Baan
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Ruimteveldwerk - G.O.D.

Stiftungshäuser oder Gotteshäuschen wie Sint-Trudo stehen als Ruheorten bekannt. Aber was heißt Stille? Absolute Stille, wo es Platz gibt, einander ungestört zu treffen? Erfahren Sie es hier.

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De installatie

G.O.D.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das ehemalige Refugium der Genter St.-Bavo-Abtei in Brügge und späterer Teil der St.-Trudo-Abtei zu einem Wohnkomplex für notleidendes Personal und alte Menschen umgebaut. Heute befindet sich dieses godhuis in der Nähe des touristischen Zentrums der Stadt und wird noch immer von über 60- bis über 80-Jährigen bewohnt. Beide Wohnhäuser sind durch zwei malerische Innengärten und durch die Stille des abseits gelegenen Ortes miteinander verbunden. RuimteVeldWerk bezieht die Bewohner und Besucher in das teilnehmende Projekt G.O.D. mit ein, indem es diese besondere Umgebung über einen experimentellen Weg miteinander verbindet. So arbeitet das interdisziplinäre Kollektiv an einer Offline-Zone, wo mittels räumlicher Instrumente die sakrale Idee von Stille in Relation gesetzt wird zu dem Bedürfnis nach Ruhe in der Hektik des digitalen technologischen Zeitalters von heute.

bio

Ruimteveldwerk

Pieter Brosens (1976, Antwerpen), Pieter Cloeckaert (1984, Leuven), Brecht Van Duppen und Sander Van Duppen (1987, Leuven) bilden zusammen Ruimteveldwerk (RVW). Das städtische Umfeld und seine Nutzer betrachten sie als interdisziplinär und achten besonders auf den Platz gefährdeter Bevölkerungsgruppen im öffentlichen Umfeld. Ruimteveldwerk zielt darauf ab, die Grenzen der Architektur zu erweitern und sie mit Stadtplanung, Soziologie, Geschichte, Kunst und Aktivismus zu verbinden. Ihre architektonischen Interventionen sind Szenarien und Schichtstrategien im urbanen Kontext, die das soziale Netzwerk intensivieren und die sozio-räumlichen Rahmenbedingungen verhandelbar machen. So haben sie beispielsweise 2016 das Kartenspiel “Modes of Movement” mit Asylsuchenden für die Oslo Triennial of Architecture entwickelt.

In Kooperation mit Mintus und Raakvlak